Vorhänge, Seynd lange von weissen Nesteltuch, Coton, Schleyer, Schwäbisch, Zwillig, Damast, Stangen- oder anderer Leinwand verfertigte Vorzüge vor die Fenster nach heutiger façon mit Falbala besetzet, so durch die daran herab hangenden Quasten auff und zu gezogen werden. Sie seynd entweder lang oder kurtz, weiß oder bunt, welche letztern von bunten Coton oder andern wollenen Zeugen verfertiget, auch öffters mit Schnüren oder Börtlein eingefasset und umsetzet werden.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 2087Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0