Zenobia, Königs in Ægypten Ptolomæi tapffere Tochter, der Palmyrener Königin, welche so keusch war, daß sie auch mit ihrem eignen Mann dem Odenato nicht eher der Liebe gepflogen, als wenn sie zu concipiren gedachte. Sie wurde von denen ihrigen nach Perfischer Art wegen ihrer sonderbahren Tapfferkeit und klugen Verstands im regieren fast angebetet. In den Tempel gienge sie allezeit mit einem Helm und Bruststück angethan, anbey war sie so gelehrt, daß sie die Griechische, Persianische, Egyptische und Lateinische Sprache völlig verstande, die Orientalische und Alexandrinische Historie hatte sie vollkommen inne, ihre Söhne Herennianum und Timolaum hat sie selbst gelehret. Man findet von ihr des Alexandri M. Geschichte sehr artig beschrieben, sie ist auch eine vortreffliche Rednerin gewesen, und daher von denen Römern bewundert worden. Cœlius S. C. Præfat. in Oper. Olymp. Morat. Volater. l. 20. p. 472. Fulgos. l. 8. c. 3. massen sie ihr Kriegsvolck offtermahls mit stattlichen und beweglichen Orationibus tapffer zu fechten ermahnete. Vossius in seiner Philologia. C. 2. p. 4. will sie zu einer Jüdin machen, die Historien aber geben hin und wieder, daß sie die Christl. Religion sorgfältig untersuchet, darneben aber doch in die tollen Lehrsätze des ketzerischen Pauli Samosatheni unglücklich verfallen. Vid. Pasch. in Gynæc Doct. p. 23. it. Hoffmann. Lex. Universal. T. 1. p. 592. Von ihren Helden-Thaten, wie sie nemlich wieder die Römer und den Fürsten Aurelium tapffer gestritten, und den Probum in Ægypten geschlagen, siehe Lips. Mon. Pol. l. 1. p. 111. seq.