Aucupium, Oyselerie, Vogelfang geschiehet, 1) mit Garnen oder Netzen, und zwar auf unterschiedliche Arten, als einmal auf grossen Vogel- und Fincken-Herden, hernach auf freyem Felde, und denn bey der Träncke in den Wäldern und anderweit mehr, und solches geschiehet das gantze Jahr durch, ausser wenn die Vögel nisten, zu welcher Zeit der Fang verboten ist. 2) Fängt man die Vögel mit härnen Stricklein, Donen genannt, man legt nemlich die Donen, um Laurentii-Tag, so bald die Vogelbeere roth, denn um selbige Zeit fängt der Vogel schon an zu ziehen. Es werden aber solche Donen, von 6 oder 7 schwartzen Pferd-Haaren gemacht, und steckt man dieselben in zähe Weiden, die sich wohl biegen lassen, spitzet die beyden Enden zu, und stecket sie hierauf oben und unten in die Bäume, und leget die Vogelbeere dabey. Die dritte Art Vögel zu fangen, geschiehet mit gekrümmten Bogen, oder mit dem Sprenckel. 4) Mit Hunden, als mit welchen die Wachteln, Rebhüner, wilde Gänse, Trappen, Enten etc. gefangen werden, und sind unter den Wasserhunden darzu am besten zu gebrauchen, die am letzten sehend werden, item die eine runde harte stumpfe Nase, und lange Haare haben, die lassen sich darzu gar wohl gewöhnen. 5) Mit Leim-Ruthen, 6) mit Kloben, 7) mit Klebgarn, 8) mit schiessen, und 9) durch das Vogel-Beitzen.