Busch-Holtz, Wird alles dasjenige Gehöltze genennet, so keinen hohen Stamm treibet, sondern nur in dem niedrigen bleibet, und so wohl dem Wildpret zum Lager und Gehäge dienet, als auch zu Hecken, und andern Verzäunungen, nicht weniger, wenn es zu gehöriger Zeit abgehauen wird, in Reiß-Bündel zum brennen gebrauchet werden kan. Es ist aber zweyerley Busch-Holtz: Denn etliches treibt gar keinen oder doch gar selten einen ordentlichen Stamm, als der Creutz-Dorn, der Drosselbeer-Strauch, Hahne-Hüfften-Anis- oder Zweck-Holtz, der Hasel-Strauch, Hertern, Hollunder, Faulbaum oder Scherpen, Rein-Weiden, Saal-Weiden, allerley Schießbeer-Sträucher, Schwartz-Dorn, Wachholder-Strauch, Weiß-Dorn etc. etliches aber treibet zwar ordentlich einen hohen Stamm, wächset aber auch im Busch, und wenn es abgehauen, so schläget es unten aus der Wurtzel neben dem Stamme immer wieder aus; Dergleichen ist das Ahorne, Aspene, Birckene, Weißbüchene, Erlen- oder Ellerne, Eschenbäumene, Kirschbäumene, Linde, Massellerne, Pappelweidene, Rüsterne etc. siehe Unter-Holtz.