FeedChiens de mer
Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Chiens de mer, See-Hunde oder Meer-Kälber, haben ein sehr hartes Leder, so mit schwartz-grauen Haaren bewachsen, und nachdem sie nicht allein zubereitet, sondern auch schon zu Riemen, Taschen, Schabracken und dergleichen zerschnitten sind. Es leben diese Thiere beyde auf dem Land und im Wasser, und fressen Fische. Sie werffen zwar auf der Erde ihre Jungen, führen sie aber am 12 Tage nach der Geburt ins Meer; wenn sie heimlich gemacht werden, nehmen sie allerhand Unterweisung an, werden in den Schauspielen abgericht. Die Zuscher mit dem Angesicht und der Stimme zu grüssen, und auf den Ruff zu antworten, wiewohl durch einen wilden Laut und Gemurmel. Sie lieben die Menschen, wie auch ihre Jungen, so gar daß die Mutter über den Verlust ihres Jungen, und dieses wieder über den Abgang ihrer Mutter sich zu Tode bekümmern.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 340Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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