Eichstädt, Eine Bischöff liche Stadt an der Alt-Mühl, liegt in einem schönen Thal; und die Residentz S. Wilibaldi auf einem Felsen, allwo auch zu sehen der Bischoffs-Hut, der Dom, (darin eine Monstrantz, die 20 Pfund Gold wieget, und ist besetzt mit 1400 schönen und runden Perlen, 350 Diamanten, 250 Rubinen, ohne die andern schönen Steine) die Pfarr- und andere Kirchen, das Kloster zu S. Walpurgis und viel andere Klöster, das Jesuiter-Collegium, die Fürstliche Cantzeley, das Rathhaus, die steinerne Brücke über die Alt-Mühl. Jn den Felsensteinen herum findet man Fische, Blätter, Vögel, Blumen, und viel andere seltsame Dinge, so die Natur darinnen sehen läßt. Der Bischöffl. Garten ist weit und breit berühmt. Jm Wappen führet der Bischoff von Eichstädt ein qvadrirt Schild mit einem Mittel-Schild. Jm 1 und 4 silbernen Qvartier ist ein rothes Hirsch-Geweih von 10 Enden. Jm rothen Mittel-Schilde ist ein silberner Bischoffs-Stab, als des Bißthums Eichstädt Wappen: Uiber dem Schild stehen 4 Helme, als 1 und 2 die Bischöffliche Eichstädtische, und 3 und 4 die Schenck-Castellische.