Eichtraube, Jst ein Gewächse, welches im Frühling an den Wurtzeln der Eichen unter der Erden, von vielen an einander hängenden Schwämmlein, in Gestalt einer Traube zusammen wächst, und an Farben auswendig roth, inwendig aber weiß und milchigt ist. Wenn solche abgedörret und zu Pulver gestossen, wird sie wider den Durchbruch, rothe Ruhr und Blutflüsse, in-auch äusserlich im Podagrischen Schmertzen frisch aufgestrichen gebraucht.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 588–589Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0