Faber ferrarius, Ein Grob-Huff- und Waffen-Schmied genennet, zum Unterscheid der Gold- u. Klein-Schmiede, der Schlösser etc. haben gute Gesetze und Ordnungen, ob sie schon mit keinem Geschencke versehen sind. Stat eines Meisterstücks müssen sie 4 Hufeisen zu einem Pferde, so ihnen etliche mal vorgeritten wird, nur allein nach Beschauung der Hufe, ohne dieselben zu berühren, dem blossen Augenschein nach verfertigen, und sodann aufschlagen, wobey ihnen auch der geringste mit unterlauffende Fehler sehr hoch aufgemutzet, ja wohl gar das Meisterstück versaget wird. Und weil sie auch Cur-Schmiede heissen, so ist es nicht genug, daß sie ein Huf-Eisen (ohne die Pferde zu vernageln) wohl aufschlagen können, sondern es wird auch von einem guten Schmiede erfodert, daß er vor allen ein guter Roß-Artzt sey, und die Pferde zu rechter Zeit mit Aderlassen und Purgiren von vielerley Mängeln und gefährlichen Zuständen zu befreyen, auch allerley bewährte Roß-Pulver, Horn-Heil- und andere Salben, mancherley Eingüsse und Umschläge, theils in Bereitschafft habe, theils auf benöthigten Fall selbst zu machen, oder auch zum wenigsten anzugeben wisse. Ein guter Cur-Schmidt wird von hohen und niedrigen ästimiret.