Fackel-Jagd, Auch Abend-Jagd genannt, ist wenn man zu Winters- oder Herbst-Zeit bey Nacht, wenn kein Monden-Schein, und der Hase aus dem Holtze aufs Feld gegangen ist, ein Netz vor das Holtz stellet, und auf ieder Seite einen Flügel ziehet. Hinter solches Netz stellet der Jäger die Bauren mit Prügeln, und etwan eine Viertel-Stunde vor dem Netze, noch andere Bauren, deren ieder eine Stroh-Fackel, brennende Lunte oder Schwefel in der Hand hat, und wenn der Jäger mit dieser Anstellung der Bauren fertig, zündet er seine Fackel an, schreyet und lauffet nach dem Netze und Holtze zu, deßgleichen auch die Bauren thun müssen; wenn nun der Hase dieses höret, eilet er nach dem Holtze, laufft aber darüber ins Netz, und die hinter dasselbe gestellte Bauren schlagen ihn mit ihren Prügeln zu tode. Auf diese Weise werden gemeiniglich die Holtz-Hasen gehaschet, welche sich beständig im Holtze aufhalten, und meistens schon alt seyn, die der Hetze etliche mal entkommen, und den Jäger mit dem Hunde scheuen. Diese pflegen zur Herbst-Zeit des Nachts nach dem Kraute, und Winters-Zeit auf die grüne Saat heraus zu kommen, da sie dann auf vorher gemeldete Weise gefangen werden.