Feder-Vieh, Unter diesem Nahmen wird das zahme Geflügel, so man bey Wirthschafften zu halten und aufzuziehen pflegt, als Gänse, Enten, Jndianische oder Truthüner, gemeine Hüner, Capaunen und Tauben, verstanden. Die Anzahl des Feder-Viehes, muß man nach der Gelegenheit eines Hofes, und der Fütterung mäßig einrichten, und dergleichen nicht in allzu grosser Menge halten; das Aufziehen des jungen Viehes mit allem Fleiß wahrnehmen, dasselbe zu rechter Zeit wieder abschaffen, und es also mit langer Fütterung ohne Noth nicht kostbar machen.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 751Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0