Guckguck, Kuckuck, Cuculus, Coucou, Jst ein Vogel, welcher seinen Nahmen von seinem Ruff bekommen. Er wird zwar von vielen für einen Raub-Vogel gehalten, ist aber nichts weniger, als derselbe, ohnerachtet er, ausser dem Schnabel und Fängen, in allen einem Sperber gleichet: Denn er hat einen Schnabel wie ein Tauben-Schnabel, und kurtze, iedoch mit keinen Raub-Klauen, bewaffnete kleine Füßlein, wie die Tauben, daher auch seine Nahrung in nichts anders, als in Raupen und Würmern bestehet. Am Rücken und Kopff, auch am Schwantz ist er dunckel-braun, und an der Brust in etwas gesprenglicht, wie ein Sperber, ausser daß er um den Hals herum etwas hochfärbigere Federn hat. Er kommt Frühlings-Zeit mit Rückung der Knospen, gehet aber gleich nach dem Johannis-Tage wieder weg. Und ob sich wol diese Vögel paaren und zusammen züchten, so bringen sie doch ihre Eyer niemals in einem von ihnen selbst zusammen getragenen Nest aus, sondern sie legen sie in andere Vögel Nester, als der Gras-Mücken, Bachsteltzen und dergleichen Vögel, welche ihre Jungen mit Gewürme frätzen, und lassen sie von denselben ausbrüten und aufziehen. Daß aber ein solches Zieh- oder Pfleg-Kind, wenn es so weit auferzogen, daß es flücke worden, alsdenn seine Wohlthäter zur Danckbarkeit selbsten fressen solle, ist falsch, indem der Guckguck, nach seiner obbeschriebenen Gestalt der Füsse und Schnabels, solches nicht zu thun vermag.