Hals des Pferdes, Soll gleich von der Brust wohl über sich, und nicht vor sich stehen, unten von der Brust an rund, über der Mähne scharf, bey dem Kopfe dünn und schmal, damit er sich zur Zäumung wohl schicke, auch nicht zu kurtz noch gar zu lang seyn. Die Mähne soll dünn und zart seyn; denn wenn der Hals oben dick ist, so ist die Mähne gleichfalls dick, und ein Zeichen, daß es ein Speck-Hals sey oder werde. Der Schopf mag dick oder dünn von Haaren seyn, wie es einem beliebt. Vornemlich ist Acht zu haben, daß sich Hals und Kopf wohl zur Zäumung bringen lasse. Denn etliche Pferde sind wohl gewachsen, haben aber steiffe Hälse, so sich nicht wohl herbey geben, sondern dem Kappenzaum und Stangen widerstreben, ie mehr man sie herbey zu bringen suchet, ie mehr widersetzen sie sich, und sind schwer recht zu zäumen, oder fallen unter sich herbey: So bald man aber die Zügel etwas anziehet, widersetzen sie sich der Faust, und gehen mit dem Kopfe ausser der Positur vor sich, legen die gantze Schwere des Leibes auf die Croupe; weswegen sie nicht wohl avanciren können, wo man die Zügel nicht gantz nachlässet. v. Cou.