Labyrinthus musicus, Jst dem Gehöre nach nichts anders, als eine dreystimmige Sonate, im Schreiben aber und im Spielen ist es ein Jrr-Garten, weil eine von den Ober-Stimmen bald hinauf, bald gerade fort, bald hinunter, bald zurück gehet, dergestalt, daß sie zuweilen ihre eigene Clauseln hat, zuweilen aber in die andere Stimme gehet, und von derselben die Melodie entlehnet, iedoch nur Stückweise.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1268–1267Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0