Limburg-Styrum, Diese Grafen, welche zur Westphälischen Bauck gehören, führen ihren Nahmen von dem Berg-Schlosse Limburg an der Lahn in der Grafschafft Marck, welches aber dem Grafen von Bentheim zustehet, und dem im Hertzogthum Bergen gelegenen kleinen Orte Styrum. Sie besitzen die Grafschafft Bronchorst in Zütphen, die Herrschafft Gehmen im Stifft Münster und in Schwaben die Herrschafft Aichheim. Sie theilen sich in die Linien zu Bronchorst, Gehmen und Styrum. Der Grafen von Limburg-Styrum Wappen ist ein qvadrirter Schild mit einem Mittel-Schilde, darinne eine rothe mit 3 güldenen Pfälen gezierte Binde erscheinet im silbernen Felde, wegen der Herrschafft Gehmen, welche durch Ernesti Grafens zu Schaumburg und Pinneberg Schwester und Erbin Mariam an die Grafen von Limburg-Styrum gekommen. Des Haupt-Schildes erstes Qvartier hat einen rothen mit einer güldenen Crone gezierten Löwen, mit ausgestreckter blauen Zunge, im silbernen Felde, so das Wappen der Hertzoge von Limburg, welches Graf Theodoricus zum Andencken seiner Mutter Bruders und grossen Wohlthäters, Hertzog Heinrichs von Limburg, an stat der altväterlichen Rose angenommen. Das zweyte Qvartier zeiget einen silbernen Löwen mit güldener Crone, Zunge und Klauen, und einen doppelten erentz-weise über einander gelegten Schweif im rothen Felde, so das Wappen der Grafschafft Bronchorst, die Graf George von Limburg mit seiner Gemahlin Irmengardis von der Wisch bekommen. Jm dritten Qvartier sind zu sehen 2 rothe über einander gehende Löwen oder Leoparden im güldenen Felde, als das Wappen der Herrschafft Wisch, welche durch itztgedachte Heyrath an dieses Haus gelanget. Das vierte Qvartier hat 3 güldene Byzantinische Pfennige, oder gelbe Eyerdotter im rothen Felde, als das Wappen der Herrschafft Borckeloe, welche ebenfalls gedachte Irmengardis ihrem Gemahl zugebracht. Auf diesem Wappen stehen 5 gekrönte Helme. Der erste, als der Gehmenische, träget ein paar zusammen gelegte silberne Flügel, die mit der Binde des Mittel-Schildes bezeichnet; der zweyte, als der Limburgische, träget einen Pfauen-Schwantz, und vor solchem den rothen Löwen der ersten Feldung. Der dritte als der Wischische ist besetzet mit 2 Pferde-Füssen, einem rothen und einem güldenen. Der vierte, als der Bronchorstische, ist mit 2 Bären-Tatzen belastet, deren ieder einen silbernen Pfennig hält. Der fünfte, als der Borckeloische, träget einen rothen mit 3 güldenen Pfennigen bezeichneten Flügel. Die Helm-Decken sind roth und Silber.