Machselrain, Die im Jahr 1734 abgestorbene Reichs-Grafen von Machselrain und Hohenwaldeck, deren Stamm-Schloß Machselrain nicht weit von Aiblingen in Bayern lieget, sind als Herren von Machselrain schon im 12 Jahrhundert bekandt gewesen. Die Herrschafft Hohen-Waldeck, nebst dem Bergschlosse dieses Nahmens, an den Tyrolischen Grentzen, haben sie theils durch Heyrath, theils durch Vertrag an sich gebracht. Jm vorigen Jahrhundert hatten sie den Reichs-Grafen-Stand erlanget. Die beyden Herrschafften Maxelrain und Hohenwald sind nach dem Tode des letzten Grafens dem Chur-Fürsten von Bayern heimgefallen. Diese Grafen hatten einen schwartzen und weissen auf Wellen-Art lauffenden Fluß als das Geschlechts-Wappen; einen gelben Greiff im schwartzen Felde; ein gülden Creutz, welches qver über das Wappen gehet, nebst einem Mittel-Schilde, darauf ein rother ausgebreiteter Vogel, unter dessen Füssen zwey creutzweis gelegte Höltzer wegen der Grafschafft Hohen-Waldeck. Auf diesem Wappen ruhen 3 offene gecrönte Helme. Der mittelste hat einen schwartzen Hügel, und darauf einen güldenen gecrönten Vogel mit ausgebreiteten Flügeln; die andern beyden tragen einen halben güldenen Löwen, zwischen 2 Flügeln.