Manege inutile, Unnützliche Reitschul. Dieses ist ein Einwurff, der nur von unverständigen Reutern gebraucht wird, die da sagen, alles was man auf der Reitbahn mache, das bestehe im Tantzen, Springen, Gambaden und unversehenen Umwendungen, welches alles zu nichts tauge, und gantz unnützlich seye etc. welches aber der Hertzog von Newcastle in seinem vortrefflichen Reitbuch im 2 Capitel fol. 5, 6 gäntzlich widerspricht, sagende: Man müste wol gantz von Sinnen kommen seyn, und nicht das geringste erfahren haben, was die Manege gutes wircken kan, wenn man dieser Meinung beypflichten wollte: denn ein Pferd, so recht zur Hand gerichtet ist, den Schenckel versteht, einen schönen relevirten Galop erlernet, sich nicht allein auf Soldatisch von einer Hand zur andern leicht wendet, sondern auch sittsam redoppirt, und sich im Nothfall auf den hintern Schenckeln mit guter Sicherheit herum werffen kan, das wird nimmermehr falsche Sprünge machen, und ist gewiß, daß es einem Reuter vortrefflichen Nutzen bringet, und einer, der es widerspricht, der kan es mit seinem Schaden erfahren, was ein rohes Pferd sowol im Krieg als Zweykampf nutzet, wie man dergleichen Exempel hat, daß solche ungewandtsame Pferde durchgangen, und ihren Reuter selbst in die Hände der Feinde gelieffert haben.