FeedMarque à la sale d’ armes
Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Marque à la sale d’ armes, Die Haupt-Marqve auf dem Fechtboden ist, daß ihr eure Klinge wohl führet, und die Stärcke eures Feindes benehmet, innerhalb seiner Klingen starck und solchergestalt verbleibet, daß ihr ihn stets gleichsam in eurer Gewalt habt, ihm nicht weichet mit der Cavation oder Operation, sondern erwartet, daß er euch mit seinem Fintemachen, ein Tempo zu stossen, caviren oder pariren, Anlaß gebe, dabey habt ihr anfänglich in acht zu nehmen, wenn ihr ihn stringirt (es sey inner- oder ausserhalb, auf der rechten oder lincken Seite zu) daß ihr ihm die Schwäche benehmet, so müst ihr ihn wohl gegen eurer lincken Seiten, und seiner rechten Seiten gegenüber zu treten, damit euer Leib sicher sey, und ihm keine Blösse zu stossen gebet. Jngleichen stringiret ihr euren Feind ausserhalb, so müst ihr wohl zu eurer rechten Seiten gegen seiner lincken Seiten gegenüber zu treten, also daß ihr seine Klinge etwas auf die Seite hinaus treibet, und hiermit sicher den Vortheil nehmet, und indem ihr passiret die Secunda auf ihn hinein gestossen, müst ihr nach seiner Hand oder Arm doppen und feste fassen, damit er euch nach geschehenem Stoß nicht wieder verletzen könne.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1434–1435Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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