Nacht-Jagd, Abend-Jagd, Fackel-Jagd, Wird genennet, wenn man zur Winters-Zeit vor Mitternacht, wenn kein Mondenschein, und der Hase aus dem Holtze aufs Feld gegangen, ein Netz vor das Holtz stellet, auf iede Seite einen Flügel ziehet, hinter diese aber Mannschafft ordnet, welche die dahin gejagten Hasen erschlagen und fangen müssen. Das Jagen selbst wird also vorgenommen. Es gehet der Jäger mit seinen bey sich habenden Personen in aller Stille vor dem aufgestellten Netz eine gute Strecke in das Feld hinein, bis er vermeinet, daß es genug sey, alsdenn zündet er seine bey sich habende Fackel an, welches ein ieder, immassen er mit eben dergleichen versehen seyn soll, unverzüglich nachthun muß, und hierauf lauffen sie schreyend aus einander zertheilet gegen das Netz zurück. Wenn nun der Hase dergleichen Geschrey höret, und die vielen Lichter zugleich gewahr wird, will er zu Holtze gehen, wird aber in den obgedacht davor gestellten Netz gefangen und erschlagen.