Nostitz, Das in sehr viele Linien ausgebreitete ansehnliche theils Adeliche, theils Freyherrliche, theils Gräfliche Haus hat sein Stamm-Haus Nostitz in der Ober-Lausitz, welches itzo die von Ziegler besitzen. Man findet ihrer in den Geschichtbüchern von Ungarn, Böhmen, Schlesien und Lausitz mit grossem Ruhme erwehnet. Jn der Lausitz sind ihrer nicht wenige Landes-Haupt-Leute gewesen; unter den Schlesischen Hertzogen Piastischen Stammes haben sie iederzeit die vornehmsten Ehren-Stellen bekleidet, und viel herrliche Thaten verrichtet. Sigmund von Nostitz war Matthiæ Corvini Königs in Ungarn und Böhmen Feld-Marschall. Otto aus der Tschochauischen Linie, der Fürstenthümer Schweidnitz und Jauer Landes-Hauptmann, erhielt 1631 den Freyherrn-Stand; dessen Bruder, Johann Hartwig, Kayserlicher wircklicher geheimer und Conferenz-Rath, Cämmerer, Ober-Cantzler des Königreichs Böhmen und Toisonnist, erwarb 1647 seinem Geschlechte des H. R. R. Grafen-Stand, erhielt auch 1673 nach Abgang der alten Grafen von Reineck von Chur-Mayntz die Lehn über diese Grafschaft, und darauf Sessionem & votum auf Reichs- und Kreis-Tagen unter den Fränckischen Grafen. Siehe Adels-Lexicon. Es haben aber die Grafen von Nostitz im Wappen 2 filberne und roth gewürffelte Büffels-Hörner nebst einem darunter stehenden halben Mond im blauen Felde, als das Nostitzische Stamm-Wappen; einen schwartzen Flügel mit einer weissen Binde überzogen im silbernen Felde; einen silbernen Ancker, dessen rechter Arm im silbernen Felde blau, der lincke aber im blauen Felde gülden ist. Auf diesem Schilde ruhen 2 gecrönte Helme. Der erste zeiget den schwartzen Flügel mit der weissen Binde; und der andere träget 2 silbern- und roth-gewürffelte Büffels-Hörner, darzwischen 3 Strauß-Federn erscheinen.