l’ Ours, der Bär, Gehört unter das grosse Wildpret, und ist ein sehr starckes und grimmiges Thier, absonderlich wenn es erzürnet ist, wiewol es sonsten von sich selber den Menschen nicht leicht Schaden zufügt. Es finden sich derselben unterschiedliche Geschlechte, deren Unterscheid vornemlich in der Grösse, Farbe, Nahrung und natürlichen Eigenschafften bestehet. Denn etliche sind groß, etliche kleiner, etliche schwartz, und zwar die meiste, etliche weiß, welche allein in Eißland und Moscau anzutreffen sind, etliche gelb und Castanien-braun, dergleichen es in Arabia giebt. Die jungen Bäre werden gesetzt in der grossen Kälte um Weihnachten, sind anfänglich sehr klein, wie eine Ratz, und bis zum 5ten Tage blind, wenn sie klein sind, sind sie kurtzweilig, können die Bäume leicht hinauf klettern, und den Honig suchen, darvon sie grosse Liebhaber sind, wenn ein jünger Bär ein Jahr alt ist, so verläst er seine Mutter. Sie wohnen gern in grossen wüsten Wäldern, worinnen es Felsen, Klippen und Höhlen hat. Jhr schwächstes Glied ist das Haupt, hingegen haben sie in den Tatzen desto grössere Krafft, daß sie einen Hund ersticken können, doch sind die Zähne schädlicher als die Klauen, an welchen sie nach der Brunst pflegen zu sangen, und können etliche 20 Jahr leben. Man kan ihnen allerhand Künste angewöhnen, welches sonderlich die Polen practiciren, und sie mit Trompeten und Schalmeyen betäuben. Sie werden geschossen, auch mit Knebelspiessen mit Hülffe starcker Englischen Hunde gefangen. So bald ihn aber ein Jäger verwundet, gehet er schnell auf ihn los, und suchet ihm das Fang-Eisen aus der Hand zu drehen. s. Bär.