Pythagoræ Hämmer, Sind den Musicis bekannt, durch welche er die musicalischen Tone mit gewissen verknüpfften Proportionibus erfunden. Denn, als er einst bey einer Schmiede vorbey spatzierete, und hörete die Schmiede-Knechte mit ihren Hämmern auf dem Ambose tapffer arbeiten, merckete er gewisse Zusammenstimmungen. Nach unterschiedlichen von ihm hierauf mit den Hämmern gemachten Experimenten befand er, daß der Unterscheid der Tone nicht von der Stärcke der Arbeiter, sondern von dem Gewichte der Hämmer herrührete; gestalt er aus der Schwere derselben folgende Intervalla mit ihren Proportionibus erlernte:
12-6 ‒ ‒ 2 ‒ 1 Octava
12-8 9-6 ‒ 3 ‒ 2 Quinta
12-9 8-6‒ 4 ‒ 3 Quarta 9-8 ‒ ‒ Tonus
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1847–1848Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0