Sachsen, Das uralte und berühmte Haus der Chur-Fürsten und Hertzoge von Sachsen hat seinen Ursprung von denen Marckgrafen von Meissen und Landgrafen zu Thüringen her, welche von väterlicher Seite den Sächsischen König Witekindum, und von mütterlicher Seite Carolum M. als Stamm-Vater erkennen. Denn von denselben brachte Fridericus Bellicosus die Sächsische Chur-Würde auf sein Haus, da er 1423 die Belehnung über die Pfaltz Sachsen, das Burggrafthum Magdeburg, das Marckgrafthum Brene, das Hertzogthum Sachsen und das Ertz-Marschall-Amt vom Kayser Sigismundo erhielte. Mit dieses tapfern Chur-Fürsten beyden Enckeln Ernesto und Alberto Animoso theilete sich dieses Haus in die beyde noch blühende Ernestinische und Albertinische Linien. Die Ernestinische Haupt-Linie hat sich in die Weimarische und Gothaische vertheilet: Von jener ist allein die Weimarische übrig, nachdem gegen Ende des vorigen 1741 Jahres die Eisenachische Linie erloschen. Die Gothaische Linie begreifft die Aeste Gotha, Meinungen, Hildburghausen und Salfeld. Die Albertinische Haupt-Linie beruhet gegenwärtig auf der Chur-Linie und der Weissenfelsischen, nachdem die Merseburgische 1738 und die Zeitzische 1718 abgestorben, wiewol von dieser letztern annoch der Bischof zu Leutmeritz am Leben.