Schiessen, Jaculari, Tirer, Geschiehet mit unterschiedlichen Feuer-Jnstrumenten, welches nach dem Gebrauch und Absicht unterschiedlich ist, als entweder ein Probier-Lust-Exercier-Kunst-Noth-Freuden- und Trauer-solennes, zugelassenes und verbotenes, Schertz- und Ernst-Schiessen. Bey dem Schiessen geschiehet es auch öfters, daß ein Schütze dem andern einen Weidmann setzet, d. i. ihme das Rohr verderbt, daß er nichts nutzes damit schiessen kan. Jn solchem Falle soll der, welchem das Rohr ist verderbt worden, dasselbe mit einem reinen Tüchlein auswischen, von oben bis unten an den Grund des Canals, und hernach das Tüchlein nur in das fliessende Wasser werffen, so so hilfft es. Zu einem guten Schützen gehört eine fleißige Uibung, eine stete Faust und helle Augen, gutes Gewehr, und geschwind und rasches Pulver. Von einem Schützen wird erfodert, daß er das Wild nicht im Lager, noch das Feder-Wildpret, ausgenommen den Auerhan, und andere dergleichen Vögel, die man nicht anders, als zur Faltz-Zeit, auf solche Art erwischen kan, auf dem Baume, sondern im Lauffe und Fluge schiesse. s. Flug Schiessen.