Trier, Eine Churfürstliche Residentz-Stadt an der Mosel gelegen, allda zu sehen die St. Peters- oder die Ertz-Bischöfliche Haupt-Kirche, so auf einem Hügel gelegen, und ein gewaltiges starckes Werck ist; Jtem, andere schöne und herrliche Kirchen und Klöster, des Chur-Fürsten Pallast, die statliche Brücke über die Mosel, das Rathhaus, die von den Frantzosen neu-angelegte Festung und viel anders mehr. Allhier ist der sechste Turnier von Kayser Conraden Anno 1019 in der Woche nach Licht-Meß neben 7 Fürsten, 34 Grafen, und mit 646 Helmen gehalten worden, dabey Hertzog Magnus zu Sachsen, Landgraf Philipp in Elsaß, Graf Otto von Ascanien, Graf Heinrich von Löwen und Brüssel, Graf Schaffart zu Leiningen, Graf Ulrich zu Hanau, Graf Heinrich zu Zweybrücken, und Wilibald zu Rappoltstein; bey gehaltenem Tantze tantzte Hertzog Magnus zu Sachsen mit der Kayserin, welcher 8 Grafen, und zwar 4 mit Wind-Lichtern vor, 3 Grafen aber, die ihr das Kleid oder Schleppe nachtrugen, und 2 Grafen mit Wind-Lichtern nachtantzten. Das Wappen des Ertz-Bißthums Trier ist ein schwartzes Creutz im silbernen Felde; das Wappen der incorporirten Probstey Prüm ein silbern Oster-Lamm auf einem grünen Hügel im rothen Felde. Das Wappen des Stifftes Worms, welches der itzige Chur-Fürst besitzet, s. unten an seinem Orte, und das Geschlechts-Wappen ist oben unter Schönborn beschrieben.