FeedVices hereditaires
Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Vices hereditaires, Erb-Mängel sind für doppelte Gebrechen zu halten, so viel dieselbe an sich selber schädlich und darneben von Glied zu Glied erblich sind, und zwar welche die Gesundheit benehmen, als Räpfen und Maucken; welche die gute Gestalt verkleinern und schänden, als die weitöhrige, speckhälsige, dickköpffigte; welche dreyfache Mängel haben und in dreyerley schändlich, als zur Abrichtung, zu anderm gemeinen Gebrauch, weil sie dabey erblich sind. Z. E. untreue, boshafte, beissende, schlagende, stossende, an die Wanddruckende tückische, falsche Pferde, welche man mit Gefahr wahrnehmen muß, sowol im Stalle in der Wartung, als auch in allem Gebrauch und in der Abrichtung, nachdem solche Laster gegen Menschen oder Pferden auf vielerley Bezeigung zu spüren sind.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2269–2270Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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