Hegner (Ulrich), schweiz. Schriftsteller, geb. 7. Febr. 1759 zu Winterthur, studierte zu Straßburg Medizin, ward nach einer Reise durch Deutschland Landschreiber der Graffchaft Kyburg, 1798 Appellationsrat in Zürich, 1805 Senator zu Winterthur und starb daselbst 3. Jan. 1840. Das Ergebnis einer Reise nach Paris (1801) war: «Auch ich war in Parisv (3 Bde., Winterthur 1803 —%); ein trefflicher Sittenroman ist seine Molkenkuro (3 Bde.; Bd. 2—3 unter dem Titel «Suschens Hochzeito, Zür. 1812; neue Aufl. 1827), in welchem er in anschaulicher Weise den Fremdenverkehr in der Schweiz schildert; bekannt sind auch Salys Revolutionstage v (Winterthur 1814) und seine Beiträge zur Kenntnis Lavatersv (Lpz. 1836). Seine «Gesammelten Schriften» erschienen in 5 Bänden (Berl. 1828 — 30). Vgl. Schellenberg-Biedermann, Erinnerungen an H.v (Zür. 1843).