Heilsbronn oder Kloster-Heilsbronn, Marktflecken mit (1880) 1238 E., im bayr. Regierungsbezirk Mittelfranken, Bezirksamt Ansbach, 18 km von Ansbach, an der Schwabach, 412 m über dem Meere, Station der Linie Crailsheim-Ansbach-Nürnberg-Furth der Bayrischen Staatsbahnen, Sitz eines Amtsgerichts, verdankt seinen Ursprung dem daselbst 1132 vom Bischof Otto von Bamberg gestifteten Cistercienser-Mönchskloster, welches gleich anfangs die benachbarten Grafen von Abenberg reich dotierten und seit Anfang des 13. Jahrh. deren Erben, die hohenzoll. Burggrafen von Nürnberg, die das Vogteirecht über das Kloster erwarben und daselbst ihr Erbbegräbnis hatten, in ihre besondere Obhut nahmen. Daselbst wurden 1218—1625 zehn Burggrafen von Nürnberg, drei Kurfürsten, fünf Markgrafen von Brandenburg und außerdem viele fränk. Ritter und andere ausgezeichnete Personen beigesetzt. Unter diesen durchgehends historisch interessanten Grabdenkmälern, welche Hocker im «Heilsbronnischen Antiquitäten5 (2 Bde., Ansb. 1731—40), später zum Teil der Freiherr von Stillfried herausgegeben und beschrieben hat, befinden sich mehrere von hohem Kunstwert. Das Kloster wurde 1555, endgültig 1640 aufgehoben und in eine Fürstenschule (1581—1736) umgewandelt; 1770 wurden die Klostergebäude mit Ausnahme der 1851 — 66 restaurierten Kirche abgetragen. Vgl. Stillfried, «Kloster H., ein Beitrag zu den hohenzoll. Forschungeno (Berl. 1877); Muck, „Geschichte von Kloster H. von der Urzeit bis zur Neuzeito (3 Bde., Nördl. 1879—80).