Heinsberg, Kreisstadt in der preuß. Rheinprovinz, Regierungsbezirk Aachen, links an der Wurm, nahe deren Mündung in die Roer, 12 km im NRW. von Geilenkirchen, zählt (1880) 2142 meist kath. E., ist Sitz eines Amtsgerichts und hat eine evang. und zwei kath. Kirchen, eine Synagoge, eine höhere Schule, mechanische Weberei, Bleicherei, Korbflechterei und Gerberei. H. war ehemals Hauptort einer Grafschaft, die 1472 durch Heirat an das Herzogtum Jülich kam. Die Ruinen der Grafenburg stehen auf einer Anhöhe bei H. Der Kreis Heinsberg zählt auf 243,5 qkm (1880) 35 693 meist kath. E.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 68Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei