Hellebarde, mittelhochdeutsch helmbarte, d. h. Barte oder Beil zum Einschlagen der Helme, nach andern von Barte und Helm (in der Bedeutung von Stiel), also gestieltes Beil (davon abgeleitet frz. hallebarde, ital., span. alabarda), ist die im 14. Jahrh. zunächst bei den Schweizern auftauchende Streitaxt des Fußvolks an langem Stiel. Der Schaft der H. von Holz ist 2— 2½ melang, vorn läuft die H. in eine stählerne Stoßklinge aus, an deren unterm Ende an der einen Seite das Streitbeil, auf der andern Seite ein Haken vorspringt, dessen Zweck es ist, in die Fugen der Rüstung zu fassen und feindliche Reiter vom Pferde zu reißen. Die H. ist somit in dreifacher Richtung, als Waffe zum Stoß, zum Schlag und zum Niederreißen des Gegners, brauchbar. Mit dem 16. Jahrh. wird sie als Kriegswaffe allmählich durch den langen Spieß oder die Pike verdrängt, erhält sich aber noch längere Zeit als Paradewaffe, welcher die Waffenschmiede häufig eine künstlerische Ausstattung verleihen.