Hermes Trismegistos (Hermes der dreimal größte, d. h. der 5 Thoth tn ist der griech. Name des ägypt. Gottes Thoth (s. d.), welcher in den Hieroglyphen der Ptolemäerzeit sehr gewöhnlich den Beinamen edes zweimal großeno, in der röm. auch de auch edes dreimal großeno hat, wie denn auch die griech. Bezeichnung kaum vor dem 2. Jahrh. n. Chr. aufzutreten scheint. Man versteht unter H. den ägypt. Gott der Schrift und Gelehrsamkeit nach der Auffassung der letzten dhen Demma des Altertums. Die hierolyphischen Denkmäler wissen nur von einem Gott hoth, der allerdings Mondgottheit und Gott der Gelehrsamkeit zugleich ist; aber später unterschied man zwischen einem ersten Thoth, der Personifikation der göttlichen Intelligenz, und einem jüngern, der Inkarnation derselben auf Erden, dem Urheber aller Bildung und Gesittung, dem die Menschen die Schrift, die Kulte, die Wissenschaften und Künste verdanken. Da H. demnach als Weiser und Gesetzgeber galt, so kam man in der Folge zur Annahme mehrerer mythischer Personen dieses Namens, wie denn die Araber ihrer drei aufstellten, einen vorsintflutlichen, der ihnen mit Idris oder Henoch gleichbedeutend ist, einen chaldäischen oder babylonischen und von Trismegist, der nach ihnen in Memphis gelebt haben soll. Während seiner irdischen Wirksamkeit hat Thoth nach dem Glauben der alten Agypter die Hauptstücke seiner Weisheit in verschiedenen Büchern niedergelegt, welche man seit den ältesten Zeiten als göttliche überlieferte. Schon in der Hieroglyphik heißt es von besonders ehrwürdigen Schriften, Thoth ahabe sie mit seinen eigenen Fingern geschrieben»; es wurde ihnen dadurch Heiligkeit und Autorität verliehen. Nach Clemens Alexandrinus belief sich die Zahl der dem 0 zugeschriebenen Werke auf 42, welche eine volltändige ägypt. Encyklopädie ausmachten, indem sie sowohl die Religion (Gesetze, Götterlehre, Litur-Wart Kultusvorschriften, Hymnen) als die Wissenchaften und Künste (Hieroglyphik, Geometrie, Astronomie, Medizin) behandelten. Ob von diesen