FeedHexenringe
AllerleiBrockhaus 1882

Hexenringe sind kleinere oder größere (bis zu 16 m Durchmesser) kreisrunde Stellen auf Wiesen, seltener in Wäldern, welche von einem breiten, üppig grünenden Ringe eingeschlossen werden. Die Entstehung derselben beruht auf dem centrifugalen Wachstum des Myceliums verschiedener Hutpilze, mit dessen Entfernung die H. aufhören. Sie heißen auch Elfenringe und man unterscheidet nach ihren Spuren die Elfen in gute und böse. Nach den Tänen der guten wächst das Gras um so üppiger, die Tänze der bösen nehmen Gras und Erdboden mit und man sagt, der Teufel habe dort getanzt. Auch schreibt man die H. den Hojemännlen zu, welche, grün gekleidet und mit Haar und Bart von grauem Moos, während der Nacht im tauigen Grase tanzen und Räder schlagen. In Tirol beruht der Glaube, daß der Alber, Almgeist, schmalzige Füße habe und deshalb die fetten Grasplätze der Almtrift sein Spur anzeigen, auf der gleichen Vorstellung.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 211Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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