FeedHeyden (Jan van der)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Heyden (Jan van der), holländ. Maler, geb. zu Gorkum 1637 oder 1640, erhielt durch einen Glasmaler die 150 Unterweisung in der Malerei und bildete sich dann durch eigenes Genie. Später lebte er in Amsterdam, wo er auch 1712 starb. Ganz besonders en ihm die Darstellung von Städten, Dörfern, Schlössern, Palästen und einzelnen Häusern, die er mit Sorgfalt und großer Natürlichkeit darstellte. Unter seinen Gemälden sind das Rathaus und die Börse von Amsterdam sowie eine Kirche und die Börse von London besonders berühmt. Den Wert mehrerer derselben erhöhen die Staffagen von Adr. van der Velde, den H. in seinen spätern Landschaften besonders nachahmte. Auch seine Zeichnungen in Tusche und Rotstein stehen in hohem Werte, sowie seine trefflichen Radierungen. Um Amsterdam, wo er sich aufhielt, machte sich H. auch vielfach als Bürger verdient, gab 1669 den Straßenlaternen eine bessere Einrichtung und verbesserte namentlich die Feuerspritzen durch Hinzufttaung des Schlauchs oder die Erfindung der sog. Schlangenfeuerspritzen, weshalb er auch als Direktor der Löschanstalten angestellt wurde. über die mit den von ihm verbesserten bronderes gelöschten Feuersbrünste gab er ein esonderes Werk (Amsterd. 1690) heraus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 212Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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