FeedHeyden (Otto)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Heyden (Otto), Maler, geb. 8. Juli 1820 zu Ducherow in Pommern, ücnen wissenschaftliche Vorbildung, da er zum geistlichen Stande bestimmt war, und trat erst mit 23 Jahren von der Hochschule in die Akademie über. In Berlin studierte er bei Wach und A. von Kloeber, C 1847 und 1848 nach Paris, wo er Cogniets Schüler wurde, und hielt sich dann 1850—54 in Italien auf. Im J. 1869 unternahm er eine ägypt. Reise. H. erhielt den Titel eines Professors und Hofmalers des Deutschen Kaisers. Anfangs sich auch in religiöshistor. Stoffen versuchend ——— mit seinen Freunden, in Rom 1853 gemalt), wandte er sich später immer mehr der modernen Kriegs⸗ und Schlachtenmalerei zu, wie eine große Reihe von Bildern zeigt, die er nach seinen Beobachtungen in den Kriegsjahren 1866 und 1870, als er im Gefolge des fehn emald stand, Dme hat. Hierher gehört sein Gemälde in der berliner Nationalgalerie, die Schlacht von Königgrätz. Nach dieser sehr produktiven Periode hat sich H. wieder idealern Zielen aufgenommen, wie sein Bild: Apollo aus dem Meere aufsteigend, von Horen, Grazien und Tritonen Entalte beweist. Das königl. Schloß in Berlin enthält zahlreiche seiner Arbeiten, von denen die besten jedoch seine Porträts zu nennen sind. Für die greifswalder Universität malte er ihre Gründung durch Herzog Bogislaw. Die Wallfahrt dieses Fürsten nach dem Heiligen Lande malte er für das stettiner Museum.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 212Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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