Irgis (der große), ein linker Nebenfluß der Wolga im russ. Gouvernement Samara, entspringt von den Ausläufern des Obschtschi Syrt und stießt in sehr gewundenem Laufe der Wolga zu, in welche er gegenüber von Wolsk mündet. Seine Länge beträgt 1051 Em, seine Breite 45—75 m. seine Tiefe 1—3 m, auf ihm findet ein lebhafter Verkehr von kleinen Fahrzeugen statt. ri, Fluß, s. Eurotas. riarte (Juan de), span. Philolog, geb. 15. Dez. 170² Orotava auf Teneriffa, studierte in Paris und Rouen die alten Sprachen, darauf (1724) Jurisprudenz in Madrid, wo er auf Verwendung seines Freundes Juan Ferrera eine Anstellung bei der königl. Bibliothek erhielt, wurde 1732 deren Bibliothekar, 1742 Interpret im Ministerium des Auswärtigen, 1743 Mitglied der königl. Akademie und starb 23. Aug. 1771. Seine vorzüglichsten Werke sind der Katalog der griech. Handschriften der königl. Bibliothek, wovon aber nur der erste Band (Madr. 1769) erschien; eine lat. Grammatik, an der er sein ganzes Leben gearbeitet hatte, die nach seinem Tode sein Neffe Tomäs de Iriarte (. d.) herausgab (Madr. 1771), und endlich seine lat. und span. Epigramme und Sprichwörter (refranes), nebst einigen lat. epischen Gedichten, ebenfalls erst von seinem Neffen Tomäs und Domingo als «Obras sueltasd (2 Bde., Madr. 1774) veröffentlicht. Eine Auswahl seiner span. Epigramme steht in der Sammlung «Poetas lirices del siglo XVIIId (Nadr. 1878), einige seiner Prosabriefe im Epistolario Espanob („Biblioteca Rivadeneyray, Bd. 62).