FeedHübner (Joh.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Hübner (Joh.), verdienter Schulmann und Schriftsteller des 18. Jahrh., geb. zu Türchau unweit Zittau 15. April 1668, studierte zu Leipzig, wo er sich auch habilitierte, und wurde 1694 Rektor der Schule in Merseburg, 1711 Rektor an dem Johanneum zu Hamburg, wo er 21. Mai 1731 starb. Seine Kurzen Fragen aus der alten und neuen Geographies (zuerst 1693) erhielten noch bei seinem Leben 36 Auflagen, wurden auch in die meisten neuern Sprachen übersetzt. Auch seine Kurzen Fragen aus der polit. Histories, die Ganze Historie der Reformation in fünfzig Redend, die «Genealog. Tabelleno und die Kurzen Fragen aus der Genealogies; ferner sein kleiner XKtlas scholasticuso und die mit Richey und Fabricius bearbeitete hamburgische Bibliotheca historicas fanden vielen Beifall und große Verbreitung. Von seinen Zweimal 52 auserlesenen biblischen Historiend (zuerst Lpz. 1714) erschienen weit über hundert Auflagen. H.s zweckmäßige Erfindung, die Landkarten methodisch zu illuminieren, wurde zuerst von Homann in Nürnberg seit 1702 in Anwendung gebracht. Sein Sohn, Johann H., gest. als Advokat in Hamburg 26. März 1753, hat mehrere Schriften des Vaters fortgesetzt und von neuem herausgegeben, z. B. das Museum geographicumo (Hamb. 1746), ein Verzeichnis der besten Landkarten. Von eigenen Werken desselben sind zu erwähnen die „Bibliotheca genealogicao (Hamb. 1729) und die „Vollständige Geographieß (3 Bde., Hamb. 1730).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 426Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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