FeedHilarius
ReligionBrockhaus 1882

Hilarius, röm. Bischof 461 — 468, ein Sardinier von Geburt, war gleich seinem Vorgänger Leo I. bemüht, dem röm. Stuhl die Oberhoheit über die ganze Christenheit zu verschaffen. Auf einer Synode von 465 erließ H. strenge Verordnungen betreffs Erlangung der kirchlichen Weihen. „Hilarius, Bischof von Pictavium (Poitiers), eifriger Gegner des Arianismus, geb. zu Pictavium von heidnischen Eltern um 300, wurde erst im Mannesalter Christ und bald darauf, um 350, Bischof seiner Vaterstadt. Er widersetzte sich den Bemühungen des Kaisers Constantius, den Arianismus in Gallien zur Anerkennung zu bringen, wurde deshalb 356 nach Phrygien verbannt, durfte jedoch 360, zurückkehren und verwaltete sein Amt unbehelligt bis zu seinem Tode, 13. Jan. 366. Von seinen Schriften sind neben Kommentaren zu Schriften des Alten und des Neuen Testaments besonders zu nennen: HDe trinitate I. XIy und De Synodis adversus Arianosv. Beste Ausgabe seiner Werke von den Benediktinern (Par. 1693, neue Ausg. 1844 —45). Vgl. Reinkens, „H. von Poitierso (Schaffhausen 1864.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 228Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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