Hilmend, der große Hauptfluß des westl. Afghanistan, entspringt im Paghmangebirge in etwa 3070 m Höhe bei Fazindaz, nahe bei der Stelle, wo der Kuhi-Baba sich an den Hindukusch anschließt. In tiefen Schluchten strömt er nach SW. durch das Gebiet der Hazäreh. Unterhalb Girischk nimmt er links den aus zahlreichen Gebirgswässern der Hazärehstämme zusammenströmenden 550 kKm langen Argandäb auf, der aber an seiner Ausmündung durch den Damm Band-i-Timur gehindert ist. Nachdem dem Strom seine größern Nebenflüsse zugegangen sind, hat er 180 bis 280 m Breite. Im Februar, wo er den niedrigsten Wasserstand hat, ist er nur 73 mebreit und läßt sich durchwaten, im Sommer dagegen nirgends. Etwa in 30° 30 nördl. Br. wendet er sich nach W. und dann nach N. und verliert sich endlich in den Feldern an der Südostseite des Hamunsees in 500 m Höhe. Seine Länge beträgt etwa 1030 km. Er ist der Haétumant der Vendidad Satév und der Etymander oder Erymanthus der griech. und röm. Geographen.