Hirscher (Joh. Baptist von), kath. Theolog, eb. 20. Juni 1788 zu Alt-Ergarten bei Ravensdide Oberschwaben, studierte zu Freiburg i. Br., wurde 1810 zum Priester geweiht, 1812 als Repetent an die kath. Fakultät in Ellwangen berufen, 1817 Professor der Moral und Pastoraltheologie in Tübingen, 1837 Professor in Freiburg i. Br., wo er 1839 Domkapitular, 1850 Domdekan wurde, 1863 seine akademische Thätigkeit aufgab und 4. Sept. 1865 starb. Seine hauptsächlichsten wissenschaftlichen Arbeiten sind: Die kath. Lehre vom Ablaßo (Tüb. 1829; 6. Aufl. 1855), «Katechetiko (Tüb. 1831; 4. Aufl. 1840), Die christl. Moralo (3 Bde., Tüb. 1835; 4. Aufl. 1845), 4 Betrachtungen über die sonntäglichen Evangelien des Kir4Geschichte (Tüb. 1837; 5. Aufl. 1848 — 52), „(Geschichte Jesu Christivo (Tüb. 1839; 2. Aufl. 1840), „Das Leben der seligsten Jungfrau und Gottesmutter Mariab (Freiburg 1853; 6. Aufl. 1879). Der milden Richtung der Schule Sailers zugethan, erstrebte H. eine mäßige Reform der Kirche neben Befestigung ihrer Macht auch über den Staat. In diesem Sinne hat er teils als Mitglied der bad. Landesvertretung, teils als Schriftsteller eifrig gewirkt.