Ilgen (Karl David), ausgezeichneter Schulmann, geb. 26. Febr. 1763 zu Burgholzhausen bei Eckardtsberga in der preuß. Provinz Sachsen, studierte zu Leipzig Theologie und Philologie, wurde 1789 Rektor der tadtschule zu Naumburg, 1794 ord. Professor der orient. Sprachen an der Universität zu Jena und 1802 Rektor der Landesschule zu Pforta. Hier trat er als kräftiger und strenger Reformator der verfallenen Schulzucht auf. Nachdem er 1830 seine Entlassung genommen, wendete er sich 1831 nach Berlin und starb dort erblindet 17. Sept. 1834. J.s vorzüglichste philol. Werke sind die Hymni Homericiv (Halle 1796) und die «Scolia sive carmina convivalia Graecorumo (Jena 1798). Von seinen theol. Schriften erregten seine freimütigen Forschungen über das Buch Hiob: «Natura atque virtutes Jobio (Lpz. 1788) und die Urkunden des ersten Buches Mosis in ihrer Urgestalto (Halle 1798) Aufsehen. Seine kleinern Abhandlungen erschienen als „Opuscula varia philologica v (2 Bde., Erf. 1797).