Hoditz (Albert Jos., Graf von), durch seinen phantastischen Kunstsinn bekannt, war 16. Mai 1706 geboren. Mit mannigfaltigen Kenntnissen ausgestattet, mit lebendiger Phantasie begabt, ging er nach Italien und war später Kämmerer am Hofe Kaiser Karls VI. Im J. 1734 vermählte er sich mit der Witwe des Markgrafen Georg Wilh. von Bayreuth, Sophia. Friedrich d. Gr. ernannte ihn 1742 zum Kommandeur eines Husarenregiments. Doch nahm er schon 1743 seine Entlassung und lebte nun auf seinem Landgute Roßwalde in Osterreichisch-Schlesien, welches er zu einem Wohnsitz von verschwenderischer Pracht, aber auch voller Seltsamkeiten umschuf. H. besaß ein Vermögen von 5 Mill.; allein durch seinen Aufwand wurde es endlich erschöpft. Friedrich II. bestimmte ihm eine jährliche bedeutende Pension und lud ihn 1776 nach Potsdam ein; hier starb er 18. März 1778. Waaschaarheljo), Stadt in Ungarn, Komitat Csongräd, am Höd⸗ oder Mondsee, Station der Linie Großwardein-Essek der Alföld-Fiumaner Eisenbahn, Ron (1880) 50 966 E., fast nur Magyaren und umänen, meist reformiert, doch haben auch die Katholiken, die Lutheraner, die Griechisch-Orientalischen und die Israeliten daselbst ihre besondern Gotteshäuser. Die Stadt hat ein Obergymnasium, einen königl. Gerichtshof, Steueramt, zwei Banken, Spitäler, große Bierbrauerei, Olfabrik. Das Stadtebiet umfaßt ein Terrain von 805 qkm, meist sruchtbares Ackerland (Weizen, Roggen, Gerste, 591 Hirse, Mais, Melonen u. dgl.); auch viel bst und Wein und blühende Viehzucht (namentlich Rindvieh und Pferde). Das Terrain ist trotz der aufgeführten Dämme den Überschwemmungen der Theiß häufig ausgesetzt. Zur Stadt gehören zwölf bewohnte Puszten und Gärtnerkolonien.