FeedHofacker (Ludw.)
ReligionBrockhaus 1882

Hofacker (Ludw.), luth. Prediger, geb. 15. April 1798 zu Wildbad, studierte im Stift zu Tübingen und wirkte seit 1826 als Pfarrer zu Rielingshausen bei Marbach, wo er 18. Nov. 1828 starb. Er hebt in seinen weitverbreiteten Predigten den Gegensatz von Sünde und Gnade besonders nachdrücklich hervor und ruft in fast methodistischer Weise die Sünder zur Buße. — Wilhelm H., Bruder des vorigen, ebenfalls ein hervorragender luth. Prediger, geb. 16. Febr. 1805 zu Gärtringen, studierte im tubinger Stift, ward 1830 Repetent in Tübingen, 1833 Diakonus zu Waiblingen, 1835 Diakonus zu St. Leonhard zu Stuttgart, wo er 10. Aug. 1848 starb. Seine Predigten sind formell abgeklärter, inhaltlich vielseitiger, aber zugleich lehrhafter als diejenigen seines Bruders. Vgl. A. Knapp, «Ludwig H. (4. Aufl., Heidelb. 1872); L. Hofacker, KWilhelm H.y (Stuttg. 1872).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 294Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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