FeedHunnius (Agidius)
ReligionBrockhaus 1882

Hunnius (Agidius), — Vorkämpfer luth. Rechtgläubigkeit im 16. Jahrh., geb. 21. Dez. 1550 zu Winnenden in Württemberg, studierte in Tübingen, ward 1574 Diakonus in Tübingen, 1576 Professor der Theologie zu Marburg, 1592 zu Wittenberg, wo er 4. April 1603 starb. Von seinen Schriften sind die Mard. 15 (Bekenntnis von der Person Christiv (Marb. 1577), De persona Christi ejusque ad dexteram Dei sedentis divina majestater (1585). Seine lat. Schriften gab gesammelt heraus sein Schwiegersohn Helv. Garthius (3 Bde., Wittenb. 1607—9). Vgl. Neumann, De vita Aeg. Hunnii (Wittenb. 1604). Nikolaus H., Sohn des vorigen, luth. Dogmatiker, geb. 11. Juli 1585 zu Marburg, studierte in Wittenberg, ward 1612 Superintendent zu Eilenburg, 1617 Professor der Theologie zu Wittenberg, 1623 Hauptpastor an St. Marien zu Lübeck, wo er 12. April 1643 starb. H. war in zahlreichen Schriften ein eifriger Verteidiger uth. Rechtgläubigkeit. Die verbreitetste seiner Schriften 5 die Epitome credendorum oder Inhalt — „Lehrer (Wittenb. 1625, in 19 Aufl. u. vielen bersetzungen verbreitet, neuerdings wieder aufgelegt für das amerik. Missionsseminar zu Neuendettelsau; 3. Aufl., Nördl. 1870). V l. Heller, Rikolaus H. Sein Leben und Wirken» (Lübeck 1843).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 473Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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