FeedHöfe (die)
ErdkundeBrockhaus 1882

Höfe (die) heißt der nordwestlichste, an den Zürichersee und die Kantone Zürich und Zug grenzende Bezirk des schweiz. Kantons Schwyz. Im S. von den Ragelfluh⸗ und Sandsteinketten des Hohen Rhonen (Dreiländerstein 1190 m) und des Etzel Gochetzel 1102 m) durchzogen, welche durch das Thal der Sihl voneinander getrennt werden, nördlich gegen den See abgedacht, sind die H. ein fruchtbares, wohlangebautes Voralpengelände, reich an Alpweiden, Waldungen und Obstgärten. Der Bezirk umfaßt 34 alem und zählt (1880) in drei Gemeinden 4764 meist kath. C. „deren Haupterwerbsquellen neben Alpenwirtschaft, Feld⸗ und Obstbau die Seiden⸗ und die Baumwollindustrie sind. Hauptort ist Wollerau (1458 CE.) an der Straße von Richterschwyl über die Schindelegi nach Schwyz. Durch den N. des Bezirks führt dem See nach die Linie Zürich-Glarus-⸗Linththal der Schweizerischen Nordostbahn, durch den W. die Bergbahn Wädenschwyl-Schindelegi-Einsiedeln. dun 13. und 14. Jahrh. zur Grafschaft Rapperswyl gehörig, kamen die H. 1358 an Ssterreich, 1396 an Zürich und 1440 an Schwyz, bei dem sie als Unterthanenland blieben, bis sie 1798 bei dem Umsturz der alten Eidgenossenschaft dem Kanton Linth der helvetischen Republik zugeteilt wurden. Durch die Mediation 1803 kamen die H. unter Aufhebung des frühern Unterthanenverhältnisses wieder an Schwyz.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 294Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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