Herzogenaurach, Stadt im bayr. Regierungsbezirk Oberfranken, Bezirksamt Höchstadt, an der Aurach, 10 kKm im WSW. von Erlangen, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat ein Schloß und zählt (1880) 2520 meist kath. E., welche Wollspinnerei, Tuch⸗, Flanell- und Filzschuhfabrikation, auch Hopfen- und Tabakbau treiben. ů t. n großes Dorf im Bezirk Wangen des schweiz. Kantons Bern, liegt 473 m über dem Meere, 16 km nordnordöstlich von Burgdorf an der Linie Bern-Olten der Schweizerischen Centralbahn, von der hier die Linie H.ꝑ-Solothurn-Lyß abzweigt, besitzt eine stattliche, 1728 erbaute Kirche, eine Sekundärschule, mehrere Gasthäuser, Fabriken u. s. w. und zählt (1880) 2346 meist reformierte E., deren Haupterwerbsquellen Ackerbau, Viehzucht und Seidenweberei sind. Der Ort, an der Stelle einer röm. Niederlassung erbaut, gehörte im Mittelalter zur Landgrafschaft Klein-⸗Burgund, die nach dem Erlöschen der Herzöge von Zähringen 1218 an die Grafen von Kyburg und 1406 an Bern fiel. Im Bauernkriege 1653 wurde bei H. nach hartnäckiger Verteidigung des hochgelegenen Kirchhofs das Bauernheer von den berner Truppen geschlagen und damit dem Kriege ein Ende gemacht.