Höhe heißt in der theoretischen Geometrie die senkrechte Gerade von dem höchsten Punkte der Figur auf die Grundlinie, resp. Grundfläche oder deren Verlängerung; in der praktischen Geometrie nennt man H. die lotrechte Erhebung eines Punktes über die Horizontalebene. Unter der H. eines Berges kann man allerdings den vertikalen Abstand seines Gipfels von seinem Fuße (die relative H.) verstehen; gewöhnlich aber, namentlich in der Geographie, versteht man darunter die Erhöhung desselben über die Meeresfläche (die absolute H.); sie wird entweder trigonometrisch, barometrisch oder thermometrisch gemessen. (S. Höhenmessung.) In der Schiffahrtskunde gebraucht man H. statt Polhöhe. Wenn ein Schiff sich in der Nähe eines Ortes, ungefähr unter gleicher Polhöhe, d. h. gleicher geograph. Breite mit demselben, befindet, so sagt man, es sei auf der H. dieses Ortes. nder Astronomie versteht man unter Höhe eines Gestirns den zwischen diesem Gestirn und dem Horizont enthaltenen Bogen eines Scheitelkreises, oder auch den Winkel, welchen der aus dem Gestirn in das Auge des Beobachters gelangende Lichtstrahl mit dem Horizont macht. Jedes Gestirn erreicht seine größte H. im Meridian.