Hintergrund oder Ferne nennt man in der Malerei die scheinbar (perspektivisch) entfernteste Partie eines Bildes, insbesondere ist H. da, wo Einzelfiguren oder Einzelgegenstände die Hauptsache der Darstellung ausmachen, die Bezeichnung für das übrige der Fläche, von der sich jene abheben. In ältern Kunstepochen ist der H. blos stilistisch von den Darstellungen unterschieden, nämlich ornamentiert, als Teppichmuster oder Goldgrund betont, mit dem Siege des Realismus tritt dagegen die naturwahre Ausführung des H. als landschaftlicher, architektonischer oder Interieurhintergrund an die Stelle. Die Wirkung des realistischen H. in Gemälden wird insbesondere von der richtigen Handhabung der Luft- und Linearperspektive abhängig sein. Der H. hat die größte Bedeutung für die Gesamthaltung eines Bildes, seine Stimmung zu den Hauptgegenständen muß in koloristischer Hinsicht daher wohl durchgeführt werden, um Harmonie des Ganzen zu erzielen. „Auf dem Theater versteht man unter H. den die Scene hinten abschließenden Teil der Bühnendekoration.