Albert (Joseph), königl. Hofphotograph in München, geb. 5. März 1825, widmete sich anfänglich auf der Polytechnischen Schule und der Akademie zu München dem Baufach, später der Photographie, und begründete 1840 ein Geschäft in Augsburg, das 1858 nach München verlegte. A. machte sich zuerst bekannt durch die photographische Vervielfältigung von Handzeichnungen und Kupferdrucken in großem Maßstabe (z. B. die Goetheschen Frauengestalten nach hon der mehr von Kaulbach, Schwinds Märchen von den sieben Raben, die Illustrationen zur Jubelausgabe von Schillers Gedichten nach Zeichnungen von Piloty, Kirchner, Ramberg u. a., Rethels Hannibalzug u. s. w.). Neben andern Unternehmungen, die sich auch auf die Wiedergabe von Olbildern beziehen, hat A. sich namentlich durch die Vervollkommnung eines neuen 250½½ Druckverfahrens, des sog. Lichtdrucks (s. d.), Abe Verdienste erworben, der ihm zu Ehren auch lbertypie oder Albertotypie genannt wird.