Homalographische Projektion (von ogande, gleichmäßig), eine von Babinet 1857 so benannte, äquivalente (flächentreue) Kartenprojektion, welche die Breitengrade als gerade parallele Linien, die Meridiane als Ellipsen zeigt. Zuerst von Mollweide 1805 erfunden, trägt sie auch dessen Namen. Neuerdings wird sie mit Vorteil zur Darstellung der ganzen oder halben Erdoberfläche verwendet; im erstern Falle erscheint diese als eine Ellipse, auf welcher der Mittelmeridian die halbe Länge des Aquators erhält, im andern Falle erscheint die einzelne Hemisphäre als Kreisfläche. (S. Landkarten und Projektion.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 369Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei