Homann (Joh. Bapt.), der Begründer des nach ihm benannten Landkartenverlags zu Nürnberg, war M. Kamlach, im jetzigen bayr. Kreise Schwaben, 20. März 1663 geboren und besuchte die Jesuitenschule zu Mindelheim. Dem Kloster zu entgehen, hnnmich er heimlich nach Nürnberg, wo er zur prot. Kirche übertrat und 1687 Notar wurde. Bald aber wandte er sich dem Kupfer⸗ und Landkartenstich zu und begründete 1702 einen förmlichen Landkartenhandel, der bald eine große Ausbreitung gewann. Er lieferte allmählich gegen 200 Karten, darunter den großen Atlas über die ganze Welt in 126 Blättern (1716) und den Atlas methodicuso in 18 Blättern (1719). Auch fertigte er kleine Globen, Armillarsphären und andere mechan. Kunstwerke. Die Königliche Gesellschaft der Wissenschaften zu Berlin erwählte ihn 1715 zu ihrem Mitgliede, der Kaiser Karl VI. sendete ihm eine goldene Ehrenkette und ernannte ihn zu seinem Geographen, und der Zar Peter d. Gr. bestellte ihn 1722 als seinen Agenten. H. starb 1. Juli 1724. Der Besitz des Instituts ging auf seinen Sohn, Johann Christoph H. (geb. 1703, gest. 1730), über, der seinen bisherigen Geschäftsführer Joh. Georg Ebersberger und seinen Universitätsfreund Joh. Mich. Franz zu Erben der Handlung einsetzte, die unter der Firma »Homannsche Erbenv fortgeführt wurde. Conversations-Lexikon. 13. Aufl. IX m J. 1755 ging dieselbe an Franz' Bruder, Jak. einr. Franz, über, der den Buchhändler Georg Peter Monath, den Schwiegersohn Ebersbergers, ** Kompagnon annahm. 1804 fe Sohn, Friedr. lbrecht Monath, verkaufte w1804 seinen Anteil am Geschäft an Georg Christoph Franz Fembo, der 1813 auch den Anteil der Franzschen Familie an sich brachte. Mit des letztern Tode (11. Sept. 1848) erlosch die Handlung, welche sich unter 0. . Begründer rdenuag d aber unter Joh. Mich. Franz, um die Förderung er Geographie in Deutschland die größten Verdienste erworben hatte.