Honigtau oder Blatthonig (Melligo, Me asris, Ros mellis), eine eigentümliche Erscheinun in der Pflanzenwelt. Er tritt bald als süßer, kle briger, firnisglänzender Üüberzug auf den Blättern jungen Trieben u. s. w. der verschiedensten Gewächse, bald als * Tropfen von gelblicher Farbe auf. über die Natur dieser Erscheinung sind die Meinungen noch geteilt. Nach Boussingault be⸗ —— der H. in einer krankhaften Ausscheidung üßer Säfte in warmen trockenen Sommern. Die Ursache dieser Ausscheidung ist aber noch nicht aufgeklärt. Die bisweilen beobachtete Anwesenheit von Blattläusen auf den vom H. befallenen Pflanen hat zu der irrigen Ansicht geführt, daß jene suße Flüssigkeit aus den Hinterleibsröhren dieser Insekten ausgespritzt werde. Es ist vielmehr die Annahme gerechtfertigt, daß letztere erst durch das Ausschwitzungsprodukt angelockt werden. Mit dem H. darf nicht die schleimige, süßliche Flüssigkeit verwechselt werden, welche in warmen Jahren tropfenweise und oft in großer Menge an den Getreideähren hehun Durch diesen klebrigen Saft wird die Entstehung des Mutterkorns eingeleitet. Homqttager, i. Melithiden.